
Über mich

Ich glaube daran, das Kreativität Heilung unterstützt
Nicht, weil sie perfekt sein muss, sondern weil sie uns wieder mit uns selbst verbindet.
In einer Welt, die immer schneller, lauter und anspruchsvoller wird, geraten viele Menschen in eine dauerhafte Stressbelastung. Oft verlieren wir dabei den Kontakt zu uns selbst – zu unseren Bedürfnissen, unserer inneren Ruhe und unserer eigenen Kraft. Genau hier setzt meine Arbeit an.
Kunst begleitet mich, seit ich denken kann. Schon in meiner Kindheit war sie ein selbstverständlicher Teil meines Lebens – geprägt durch meinen Vater, der künstlerisch malte. Farben, Formen und Bilder waren für mich früh mehr als Ausdruck: Sie waren Sprache, Rückzugsort und Begegnung mit mir selbst.
In meinen jungen Jahren begann ich, eigene Kunstausstellungen zu realisieren. Ab meinen 20er-Jahren war ich als Dozentin für künstlerische Kurse tätig und begleitete Menschen dabei, ihren individuellen kreativen Ausdruck zu entdecken.
Mit 30 gründete ich eine Kunstinitiative, um Kunst lebendig, zugänglich und gemeinschaftlich erfahrbar zu machen. Mit 40 folgte die Gründung einer eigenen Galerie, die Raum bot für vielfältige künstlerische Aktivitäten, Ausstellungen und Begegnungen.
Mit der Zeit wurde mir jedoch immer deutlicher:
Mich interessierte nicht nur das künstlerische Werk, sondern vor allem der Mensch dahinter – sein Erleben, seine inneren Prozesse und seine Ressourcen.
Dieser Wunsch führte mich zur Kunsttherapie. Im Jahr 2005 absolvierte ich eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin. Hier verband sich meine künstlerische Erfahrung mit einem tiefen Verständnis für die heilsame Wirkung kreativer Prozesse auf Körper, Geist und Seele.
Seit 2005 arbeite ich als selbstständige Kunsttherapeutin und Übungsleiterin für kreatives Stressmanagement. In meiner langjährigen Praxis habe ich Menschen in sehr unterschiedlichen gesundheitlichen und biografischen Situationen begleitet.
Meine kunsttherapeutische Erfahrung umfasst die Arbeit mit Menschen mit:
körperlichen Erkrankungen, wie Krebserkrankungen, Multiple Sklerose, Rheuma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma sowie nach Schlaganfällen
psychosomatischen Erkrankungen, bei denen körperliche Beschwerden ohne eindeutige organische Ursache auftreten
psychischen Erkrankungen, unter anderem Burnout, depressive Episoden und Angststörungen
biografischen Krisen, wie Trennungen, schwere Erkrankungen oder der Tod nahestehender Menschen sowie der Verlust des Arbeitsplatzes
Darüber hinaus habe ich über mehrere Jahre hinweg palliativ erkrankte Menschen kunsttherapeutisch begleitet. Diese Arbeit hat meine therapeutische Haltung nachhaltig geprägt: achtsam, würdevoll und ressourcenorientiert.
Viele Jahre war ich zudem als Kunsttherapeutin an Förderschulen tätig und habe dort Kinder und Jugendliche mit besonderen emotionalen und sozialen Herausforderungen begleitet.
Im Rahmen dieser Arbeit führte ich eine Studie zur Wirksamkeit kunsttherapeutischen Tuns durch. Die Ergebnisse zeigten, dass kreatives, kunsttherapeutisches Arbeiten die mentale Gesundheit deutlich verbessert und sich positiv auf den gesamten Gesundheitszustand auswirkt.
Diese Erkenntnisse bilden bis heute eine wichtige Grundlage meiner therapeutischen und präventiven Arbeit.
Als Übungsleiterin für kreatives Stressmanagement unterstütze ich mit meiner Arbeit Menschen dabei, Stress abzubauen, innere Balance zu finden und ihre seelische Gesundheit präventiv zu stärken – durch kreatives Tun, in einem geschützten, wertfreien Raum.
Meine Kurse dienen der Prävention, der Stabilisierung und der Förderung der mentalen Gesundheit. Sie ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung, können diese jedoch sinnvoll ergänzen.
Kreativität ist für mich kein Leistungsfeld.
Sie ist eine natürliche Fähigkeit, die jedem Menschen zur Verfügung steht.
In meinen Angeboten geht es nicht um „schön“ oder „richtig“, sondern um Wahrnehmung, Entlastung und Selbstkontakt. Kreatives Üben wirkt regulierend auf das Nervensystem, fördert innere Klarheit und stärkt den Selbstwert – sanft, nachhaltig und alltagstauglich.
© 2026 Gerda Gabriel